Zur Geschichte

1922: Spielvereinigung Oberseifersdorf

 

Am 17. Oktober 1922 berichtete die Zittauer Morgenzeitung, dass die erste Jugend der Oberseifersdorfer SV am Sonntag gegen die zweite Jugend vom DJR Zittau mit 3:2 gewonnen hat.

 

Das ist die erste Pressemeldung über eine Oberseifersdorfer Fußballmannschaft und zeigt, dass der organisierte Fußball seither in Oberseifersdorf besteht. Nur wenige Dörfer vergleichbarer Größe im Landkreis können auf eine ähnlich lange erfolgreiche Tradition zurückblicken. Neben größeren Gemeinden wie Zittau, Großschönau, Reichenau und Hirschfelde gibt es 1922, den damaligen Zeitungen zufolge, Fußballmannschaften nur in Hainewalde, Obercunnersdorf sowie Oberseifersdorf.

 

Zu den Gründungsmitgliedern der SV zählten Hans Diener, Erich Graf, Kurt Neumann, Alfred und Richard Schmidt. Ab 1925 folgte der Bau eines Sportplatzes, der ein Jahr später eröffnet werden konnte – der heutige unter Sportplatz.

 

Die SV hatte dem allgemeinen Aufschwung in den 1920er Jahren folgend einen regen Zulauf. Das war insofern erstaunlich, da es im Dorf zwei Turn- und Radfahrervereine gab. In Oberseifersdorf fanden sich so viele Fußballinteressierte, dass auch beide Turnvereine möglich eigene Mannschaften aufstellen konnten. Namentlich spielte die Mannschaft des 1899 gegründeten Deutschen Turnvereins erfolgreich und Zeitzeugen erinnern sich noch an ein packendes Pokalspiel dieser Mannschaft gegen die renommierte Mannschaft von Budissa Bautzen.

 

Nach dem Machantritt der NSDAP und dem Verbot des Arbeitersports kam zu Beginn des Zweiten Weltkrieges auch in Oberseifersdorf der Fußball zum Erliegen.

1946: Sportgemeinschaft Oberseifersdorf

 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges fanden sich Kriegsheimkehrer und Umsiedler und verhalfen dem Fußball in Oberseifersdorf zu einem Neuanfang. Sie wollten unter dem Namen SG Oberseifersdorf an die Tradition anknüpfen. In einer Zeit, wo nicht einmal genug Lebensmittel zur Verfügung standen, war es schwierig, Bälle, Netze, Schuhe und ähnliches zu beschaffen. Dennoch kam der Fußball im Ort wieder in Gang.

 

Anfang der 1950er Jahre passte der DDR-Führung die Existenz traditionsbewusster Vereine mit dem unpolitischen Ziel, nur Sport treiben zu wollen, nicht mehr in ihr politisches Kalkül. Sie wollte Sportgemeinschaften, die sich mit verordneten Enthusiasmus in den sozialistischen Wettbewerb einspannen ließen.

 

So sollten Betriebssportgemeinschaften (BSG) gegründet werden. Widerstand der SG Oberseifersdorf machte eine solche Gründung im Ort zunächst nicht möglich.  Also entstand am 21. Juli 1951 im Zittauer Lindenhof stattdessen die BSG Rotation Zittau. Als Trägerbetriebe traten die Graphischen Werkstätten Zittau und die Papierhülsenfabrik Eckartsberg auf. Davon kündet heute noch die Papierrolle im Vereinslogo.

 

Das Weiterbestehen der SG Oberseifersdorf gestaltete sich schwieriger und etwa 1953 beendete diese ihrer Tätigkeit. So entstand die BSG Rotation Oberseifersdorf.

1954: BSG Rotation Oberseifersdorf

 

Im Vordergrund der Arbeit der BSG Rotation Oberseifersdorf stand von Anfang an das sportliche Leben der Mitglieder und die Organisation attraktiver Sportveranstaltungen für die Gemeinde. Durch Werbung unter den Belegschaften der Trägerbetriebe und Organisation von Sportfesten bot die Organisationsform BSG dabei gute Möglichkeiten, Leute für den Sport zu begeistern. So spielten sogar Opernsänger aus dem Trägerbetrieb Stadttheater Zittau in Oberseifersdorf Fußball.

 

Für das Dorf entstand bis Ende 1958 ein neuer Sportplatz, der am 21. Oktober 1961 eröffnet werden konnte. Im Eröffnungsspiel spielte Rotation gegen Hainewalde 2:2.

 

Ab 1960 erweiterte die BSG Rotation mit der Sektion Gymnastik ihr sportliches Profil.

 

Am 10. August 1968 konnte der Sport- dann erstmals als Rasenplatz genutzt werden, der heutige obere Sportplatz. Das Eröffnungsspiel fand gegen eine Mannschaft aus Varnsdorf statt.

 

Seit 1970 besteht eine Freundschaft mit TJ Broumy aus Tschechien. Sportlich waren die Fußballer von Rotation eine Macht im Kreis Zittau. Sie spielten immer eine Rolle im Kampf um den Kreismeistertitel und mehrfach gelang ihnen der Aufstieg in die Bezirksklasse.  Beachtlich ist auch die damalige Nachwuchsarbeit des Vereins gewesen. In nahezu allen Altersstufen stellte Rotation eine Mannschaft.

 

Seit 1976 richtet der Verein ein internationales Kinder- und Jugendturnier aus. Dem Engagement des langjährigen Übungs- und Sektionsleiters Horst Gramann ist es zu verdanken, dass sich dieses zu einem festen Termin entwickelt hat.

1990: SG Rotation Oberseifersdorf

 

Als nach der Wende die  finanziellen Unterstützungen durch die Trägerbetriebe ausblieben, bestand kein Anlass mehr, sich Betriebssportgemeinschaft zu nennen. Da der Name Rotation inzwischen etabliert war, fiel die Entscheidung, diesen Namen beizubehalten und sich ab nun an Sportgemeinschaft (SG) Rotation Oberseifersdorf zu nennen.

 

Mit einem Volksfest begann der Verein 1995 das 20. Kinder- und Jugendturnier. Ein weiterer Höhepunkt war im selben Jahr das Gastspiel der ehemaligen DDR-Olympiamannschaft. Namen wie Jürgen Croy, Lothar Kurbjuweit, Axel Tyll, Wolfgang Blochwitz, Gerd Heidler und Dieter Riedel betraten damals den Rasen des Oberseifersdorfer Sportplatzes. Am Ende verlor Rotation mit 1:17.

 

Die Männermannschaft gewann 1996 den Kreispokal und stieg in die Bezirksklasse auf, wo sie sich aber nur ein Jahr halten konnte. In der Saison 1998/99 schaffte das auch die damalige C-Jugend , die für zwei Jahre in der Liga verblieb. Die D-Jugend feierte 1999 mit dem Kreismeistertitel auf dem Feld und in der Halle sowie  dem dritten Platz in der Hallenbezirksmeisterschaft ihren größten Erfolg. Ein Jahr darauf holte die C-Jugend den Kreismeistertitel in der Halle.

 

Der Verein erweiterte 2002 das sportliche Angebot durch Volleyball und Tischtennis. Die beiden Sektionen sind an keinem Spielbetrieb beteiligt.

 

Der Umbau des ehemaligen Kindergartens zum Dorfgemeinschaftshaus folgte 2004. Dort hat auch die SG ihren Vereinssitz.

 

Im Jahr 2009 gelang der ersten Männermannschaft im Elfmeterschießen gegen die TSG Lawalde der Gewinn des Kreispokals in der Weinau in Zittau. Danach folgte der Abstieg bis in die Kreisklasse. Doch nach der Saison 2016/2017 konnten die Fußballer den Aufstieg in die Kreisliga feiern.

 

Im Altherren-, Männer- und Jugendbereich bestehen heute Spielgemeinschaften mit ESV Lok Zittau und SV 90 Traktor Mittelherwigsdorf. 

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